Der Wiesenpieper ist ein Bodenbrüter und weil die Wiesen im Flachland intensiv genutzt und die Bruten durch das häufige Mähen oft zerstört werden, weicht er in höhere Lagen aus wo er noch relativ ungestört brüten kann. Er wird oft mit dem Baumpieper verwechselt. Vom Aussehen her sind die beiden Arten schwer zu unterscheiden. Der Wiesenpieper hat eine lange Kralle am Hinter Zehen, welche nur wenig gekrümmt ist, damit er im hohen Gras mehr Auflagefläche hat; der Baumpieper hat eine kurze, gekrümmt Kralle, welche für das Festhalten auf Bäumen ausgelegt ist. Die Flanken Strichelung ist beim Wiesenpieper etwa gleich ausgeprägt wie die Brust Strichelung; beim Baumpieper dagegen sehr fein. Besser kann man die beiden Arten während der Brutzeit an ihrem Singflug unterscheiden. Der Wiesenpieper starten seinen Singflug vom Boden aus und kehrt auch wieder dorthin zurück; der Baumpieper startet von einem Baum, flieg steil empor und sinkt wie ein Fallschirm langsam wieder auf einen Baum herab.