Eine Begegnung mit einer Äsqulapnatter in der Schweiz ist wohl eher selten. Ihr Symbol hat aber jeder schon gesehen: Ihr Piktogramm ziert heute noch das Emblem vieler Heilberufe, den von einer Schlange umwundenen Apothekerstab. Bereits in der altgriechischen Götterwelt hielt Asklepios, Gott der Heilkunde, in seiner linken Hand einen Stab, um den sich als Symbol für Wohlstand, Wohlergehen und Fruchtbarkeit eine Schlange wand. Später wurden die griechischen Götter romanisiert, und im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde aus Asklepios der römische Gott Äskulap.
Die Äsqulapnatter ist nicht giftig und zählt zu den längsten Schlangen der Schweiz: Männchen ca. 1.50 m, im Extremfall bis 2 m. Sie ist selten, gefährdet und vor allem im Tessin anzutreffen, am nördlichen Rand ihres Verbreitungsgebietes.